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Kirchheim's größter Trafo

Kübler und Maurer holen 60-Tonnen Geltrafo bei Siemens ab



Siemens Energy ist einer der weltweit führenden Hersteller von Großtransformatoren. Die richtig fetten, teils mit über 300 Tonnen Gewicht, sind ölgekühlt; die stellt Siemens unter anderem in Nürnberg her. Hier habe ich einen davon auf seiner Reise begleitet. Eine etwas kleinere Kategorie sind Gießharztransformatoren. Auch die werden von Siemens gebaut, allerdings im Werk Kirchheim unter Teck. Kürzlich wurde der größte bisher dort gebaute Trafo ausgeliefert: 60 Tonnen schwer und 4,70 Meter hoch.

Der Transport vom Werk in den Hafen Plochingen wurde von Kübler durchgeführt, zum Einsatz kam ein Actros SLT 4163 mit Scheuerle 2+4 Tiefbettauflieger. Verladen hat hat das Ding der LTM 1230-5.1 von Kran Maurer; als Ballast-LKW war ein (recht neuer?) MAN TGX 33.640 dabei.

Zum Hintergrund: Statt die Wicklungen in Öl zu "baden" um sie zu isolieren und zu kühlen, werden die Wicklungen bei Gießharztransformatoren in Epoxidharz vergossenen. Das Harz bietet sowohl eine zuverlässige elektrische Isolierung als auch einen wirksamen Schutz vor Feuchtigkeit, Staub und aggressiven Umwelteinflüssen. Die Kühlung erfolgt in der Regel über natürliche oder forcierte Luftströmung, wodurch sie sich gut für den Einsatz in Innenräumen eignen. Durch den Verzicht auf flüssige Isoliermedien sind sie besonders betriebssicher, wartungsarm und weisen ein sehr geringes Brand- und Umweltrisiko auf. Aufgrund dieser Eigenschaften werden Gießharztransformatoren häufig in Gebäuden mit hohen Sicherheitsanforderungen wie Krankenhäusern, Büro- und Einkaufszentren, in Tunneln, Industrieanlagen sowie in Anlagen der erneuerbaren Energien eingesetzt.

                                                                                                                                                                     


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