Colonia, Gutmann, Helling, Schwandner
Uhl Windkraft baut im Windpark Schalkstetten drei neue, moderne Windkraftanlagen vom Typ Vestas V172. Mit 175 Metern Nabenhöhe, 172 Metern Rotordurchmesser und einer Nennleistung von 7.2 MW sind es zum Genehmigungszeitpunkt die größten Anlagen im Kreis Ulm. Genau genommen handelt es sich um Repowering, denn auf dem Gelände standen auch bisher schon zwei kleinere Anlagen, die im Mai 2025 zurückgebaut wurden.
Colonia's LTM 1750 abgelegt
Der von Max Bögl hergestellte Betonturm wurde von einem LTM 1750 von Colonia "gestapelt". Tatsächlich war das der gleiche Kran (und Fahrer, hallo Denis :-)) wie 2024 in Gussenstadt. Hier sind zunächst Bilder von Auf- und Abbau. Unterstützt hat dabei Helling.
Anlieferung der Turmsegmente
Im Windpark Schalkstetten geht's im März mit der Montage der Großkomponenten weiter. Die Anlieferung wurde etwas vorgezogen, weil dann eine Baustelle auf der Autobahn die geplante Route verhindert und eine teilweise Neuplanung nötig machen würde. Diese Woche sind drei Türme angekommen. Transportiert wurden sie von Schwandner, mit drei Volvo FH16 mit 750 PS und Goldhofer Achsen mit Turmadaptern. Begleitet wurden die Transporter durch BF3 und BF4 Fahrzeuge von Schwandner und und Pascal Griessel Transportbegleitung.
Die Route führte führte von der A8-Autobahnausfahrt Dornstadt (AK Ulm West) entlang der B10 (Hinterdenketal, Luizhausen) nach Urspring. Am nördlichen Ortsausgang geht's unter der Eisenbahnstrecke Ulm-Stuttgart hindurch; die ist zu niedrig für die Turmsegmente. Deswegen fahren sie ab Urspring nach Reutti, und von dort wieder runter nach Amstetten. Nach Durchfahrt des Orts geht es an der Ziegelhütte rechts hoch nach Schalkstetten. Die Straße kenn ich noch aus meiner Kindheit ... "Schwerelosigkeitsstrasse" haben wir sie genannt, denn da hats ein paar Kuppen, die, wenn man mit der richtigen Geschwindigkeit drüberfährt, so ein leichtes "Schwerelosigkeitskribbeln" im Bauch erzeugt. Genau diese Kuppen sind ein Problem für die Türme und vor allem für die Flügel -- akutes Aufsetzrisiko. Deswegen hat Uhl direkt neben der Landstraße eine provisorische Stahlplattenstrasse bauen lassen, bei der die Kuppen etwas entschärft wurden. Auch die Durchfahrt durch den Ort Schalkstetten ist für die langen Fahrzeuge unmöglich. Deswegen wurde auch eine Ortsumfahrung mit Stahlplatten gebaut. Insgesamt 2500 Platten wurden durch Sunbeltrentals verlegt.
Während des ganzen Transports hats geregnet. Das hat einerseits die Fotografiererei schwierig gemacht. Andererseits war vor allem die Umfahrung um Schalkstetten eine Schlammschlacht, mit teils sehr begrenzter Traktion. Ein Vierachser von Fischer Bau und Umwelt hat etwas nachgeholfen als einer der Turmtransporter beim Rangieren über die Eisenbahnstrecke stecken geblieben ist.
Zweite Anlieferung der Turmsegmente
Ich war noch bei einer zweiten Turmlieferung dabei. Im Unterschied zur ersten waren es dieses Mal drei Türme, es war wärmer und damit weniger glatt sodass auf der Stahlplattenstraße keine zusätzliche Zugmaschine nötig war, und -- am wichtigsten -- es hat nicht geregnet. Letzteres macht die Fotos eindeutig besser, und das Fotografieren natürlich auch angenehmer. Dummerweise kam diese Lieferung erst um 01:30 statt um 22:30, sodass die Nacht ziemlich schlaflos war.
Anlieferung Flügel
Der Transport der Flügel war ein bisschen ein Drama. Grundsätzlich wurden die Transporte vorgezogen, weil zum ursprünglichen gedachten Zeitpunkt eine Baustelle geplant wurde und die Route damit teilweise umgeleitet hätte werden müssen. Als die Transporte dann losfuhren, war am Kreuz Nürnberg-Süd erstmal Schluss. Denn eine andere, ungeplante Baustelle tauchte "spontan" auf. Das führte zu knapp zwei Wochen Verzögerung.
In der Nacht vom 25. auf den 26. März war es dann endlich soweit. Um 01:00 sollten die Schwandner-Volvos mit den drei Flügel an der A8-Ausfahrt Dornstadt von den BF-lern abgeholt werden. Tatsächlich waren sie dort um kurz nach 3. Gegen halb vier tauchten sie dann an der Eisenbahnunterführung in Urspring auf, wo ich auf sie wartete; im Gegensatz zu den Türmen ging es nicht über Reutti. Vor der Unterführung hielten die LKW an um die Flügel hydraulisch so weit abzusenken, dass sie durchkommen. Auch von der Länge her war es interessant: 85 Meter lang sind die Blätter, die Transporter insgesamt um die 100 Meter. Nochmal spannend wurde es im Wald bei den Kuppen. Nur wenige Zentimeter Platz waren zwischen der Unterkante der Flügel und der Stahlplattenstrasse. Schlussendlich kamen die Flügel aber doch noch gut im Windpark an.
Während der Nacht hatte es recht dichten Nebel. Das hat die Fotografie nicht gerade einfacher gemacht. Deswegen habe ich die Fotos stärker und kreativer bearbeitet als sonst.
Flügel im Windpark
Am nächsten Tag war ich kurz im Windpark und habe die LKW dort eingefangen, bevor sie die Flügel abgeladen haben.





